Erfolgsgeschichten

Windpark Simmertal/Horbach

Erfolgsgeschichten der Windenergie aus der Presse

Gemeinde Bingen im Kreis Sigmaringen (BAWü)

In der Gemeinde Bingen im Kreis Sigmaringen ist in diesem Jahr ein Windpark mit acht Windenergieanlagen ans Netz gegangen. Mit dem erzeugten Strom können rund 57.000 Menschen mit klimafreundlicher Energie versorgt werden. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und trägt zugleich dazu bei, günstigen und regional erzeugten Strom bereitzustellen.

Fünf der acht Anlagen stehen auf gemeindeeigenen Flächen. Die daraus erzielten Pachteinnahmen stärken den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde und ermöglichen Investitionen, die unmittelbar der Bevölkerung zugutekommen. Ein Beispiel dafür ist der Bau eines neuen Ärztehauses, den die Gemeinde unter anderem aus den Einnahmen der Windenergie finanziert. So wird aus regional erzeugter Energie ein konkreter Mehrwert für die Menschen vor Ort.

Quelle: Gute Stimmung trotz Windräder vor der Haustüre? Diese Gemeinde machts vor

Blick auf Bingen mit Wohngebäuden, einer Kirche mit weißem Turm und im Vordergrund aufragenden Nadelbäumen. Urheber: Roland Nonnenmacher (German Wikipedia) Lizenz: Namensnennung erforderlich (jegliche Nutzung, Weiterverbreitung und Bearbeitung gestattet)
Blick auf Bingen (Hohenzollern).
Foto: Roland Nonnenmacher

Starke Argumente für Windenergie in der eigenen Gemeinde



Starke Argumente für Windenergie in der eigenen Gemeinde

Die Verpachtung kommunaler Flächen ermöglicht der Gemeinde den Zugang zu drei voneinander unabhängigen Finanzquellen:

  • Direkte Pachteinnahmen: Fließen bei kommunalen Grundstücken zu 100 % in den Haushalt unserer Gemeinde.
  • Gesetzliche Kommunalbeteiligung (§ 6 EEG): Der Betreiber kann bis zu 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde direkt und abgabefrei an die Standortgemeinde ausschütten.
  • Gewerbesteuer vor Ort: Durch gesetzliche Vorgaben verbleiben mindestens 90 % der Gewerbesteuer aus dem Ertrag direkt in der Standortgemeinde.

Diese Einnahmen stärken die finanzielle Basis der Gemeinde langfristig und unabhängig von allgemeinen Landeszuweisungen.

Über die konkrete Verwendung der Einnahmen entscheidet der demokratisch gewählte Gemeinderat vor Ort. Die zusätzlichen finanziellen Mittel eröffnen der Gemeinde z. B. die Möglichkeit, wichtige lokale Projekte zu realisieren oder zu unterstützen:

  • Erhalt und Ausbau von Kindertagesstätten sowie Schulen
  • Sanierung und Erhalt von Dorfgemeinschaftshäusern, Sportplätzen oder Spielplätzen
  • Freiwillige Förderung des örtlichen Vereinslebens und Ehrenamts
  • Instandhaltung lokaler Wege, Straßen und öffentlichen Grünflächen
  • Unterstützung der Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehr

Ohne zusätzliche Einnahmen stehen solche freiwilligen Leistungen bei angespannten Kommunalhaushalten oft auf dem Prüfstand.

Als Verpächterin eigener Flächen sitzt die Gemeinde direkt am Verhandlungstisch. Im Gestattungsvertrag kann sie Bedingungen formulieren – etwa zu Wegerechten, Schutzmaßnahmen oder zur Einbindung lokaler Bürgerbeteiligungen.

Verzichtet die Gemeinde auf die Verpachtung eigener Flächen, weichen Entwickler im ausgewiesenen Windenergiegebiet häufig auf private Flächen aus. In diesem Fall entstehen die Anlagen zwar im Gemeindegebiet, die direkten Pachteinnahmen fließen jedoch privat ab und die Gemeinde verliert ihren Verhandlungsspielraum.

Planung, Bau und Betrieb von Windenergieanlagen bringen konkrete Auftragschancen für regionale Betriebe mit sich:

  • Tief-, Wege- und Erdbauunternehmen aus der Umgebung
  • Elektro- und Installationstechnik für Wegebau und Netzanbindung
  • Forst-, Garten- und Landschaftspflegebetriebe für Ausgleichsmaßnahmen
  • Regionale Dienstleister für Vermessung, Wartung und Betreuung

Dies stärkt die Auftragslage des Mittelstands und sichert Arbeitsplätze in der Region.

Eine verlässliche und nachhaltige Stromversorgung wird zunehmend zum Standortfaktor für lokale Unternehmen und Neuansiedlungen. Immer mehr Handwerks- und Industriebetriebe sind auf den Nachweis von lokal erzeugtem Grünstrom angewiesen, um eigene Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.

Gemeinden, die Flächen für Erneuerbare Energien bereitstellen, stärken das wirtschaftliche Profil ihrer Region und sichern die Zukunftsfähigkeit des lokalen Gewerbes.

Die Vorteile von Windenergie: Regional, National, Global



Die Vorteile von Windenergie: Regional, National, Global

Strom regional dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird, bildet das Rückgrat der modernen Energiewende. Dezentrale Windenergieanlagen speisen Strom direkt in die regionalen Verteilnetze ein.

Das erhöht die regionale Versorgungssicherheit, verringert Leitungsverluste über lange Strecken und reduziert die Notwendigkeit des Aufbaus riesiger Übertragungstrassen quer durch das Land.

Der Bau und Betrieb von Windparks bringt konkrete Infrastrukturvorteile für die Region mit sich: Zufahrtswege, Feld- und Forstwege werden auf Kosten des Projektträgers ertüchtigt, befestigt und instand gehalten.

Zudem profitieren Gemeinden häufig von begleitenden Ausbaumaßnahmen im Zuge der Leitungsverlegung (z. B. Mitverlegung von Glasfaser oder Verstärkung regionaler Stromnetze).

Onshore-Windenergie gehört nach wissenschaftlichen Erhebungen (u. a. des Fraunhofer ISE) zu den preiswertesten Formen der Stromerzeugung. Je mehr sauberer Windstrom in das Gesamtnetz fließt, desto häufiger verdrängt er teure fossile Gaskraftwerke aus der Produktion (der sogenannte Merit-Order-Effekt).

Das senkt die Großhandelspreise an der Strombörse nachhaltig und kommt langfristig allen Verbrauchern sowie dem Gewerbe zugute.

Der Ausbau heimischer Windenergie schützt das Land vor Preis-Schocks und Lieferengpässen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Wind ist ein freier, unbegrenzt verfügbarer Energieträger, der keine teuren Brennstoffimporte erfordert.

Jede neue Windanlage stärkt die nationale Energiesouveränität und hält Milliardenbeträge, die sonst für Erdgas, Kohle oder Öl ins Ausland fließen würden, im eigenen Wirtschaftskreislauf.

Im Gegensatz zu alten Industriesparten ist bei Windenergieanlagen das Ende der Laufzeit von Beginn an gesetzlich geregelt. Rückbaubürgschaften garantieren, dass keine Altlasten für die Allgemeinheit entstehen.

Zudem liegt die Verwertungsquote gebrauchter Anlagen bereits heute bei 85 bis 95 Prozent (Stahl, Beton, Kupfer). Deutschland setzt damit nationale Standards für den lückenlosen Rückbau und das Baustoff-Recycling.

Der weltweite Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die nur durch den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien in allen Industrienationen eingedämmt werden kann. Windenergie ist dabei einer der effizientesten Hebel zur weltweiten CO₂-Reduktion.

Jede installierte Windanlage ersetzt fossile Verbrennung und leistet einen konkreten Beitrag dazu, die globale Erwärmung einzubrenzen und völkerrechtlich verbindliche Klimaziele (Pariser Abkommen) einzuhalten.

Fossile Energieträger wie Öl und Gas sind begrenzt und historisch immer wieder Auslöser für geopolitische Krisen, Preisfragen und internationale Konflikte gewesen. Erneuerbare Energien wie Wind stehen weltweit allen Ländern unbegrenzt und ohne geografisches Monopol zur Verfügung.

Der Umstieg auf erneuerbare Quellen fördert eine friedlichere, dezentralere globale Energieversorgung und verringert die Abhängigkeit von einzelnen fördernden Staaten.

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Fotografie von mehreren Personen, die produktiv zusammenarbeiten

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